"Flüstern und Schreien"-Kultfilm Regisseur Dieter Schumann im Gespräch mit Antje Riis
Shownotes
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Dieter Schumanns neuer Film ab Februar im Kino: https://www.gartenderhoffnung-derfilm.de
Und Flüstern und Schreien hier kostenlos schauen: https://www.bpb.de/mediathek/video/264590/fluestern-und-schreien/
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00:00:02: Gab es auch eine Band, die du gerne dabei gehabt hättest, die abgesagt
00:00:05: haben?
00:00:06: Ja.
00:00:07: Wir hatten ... Auch ein Auge auf *** fand ich auch gut und das war natürlich auch was man zu dieser Geschichte des Films gehört.
00:00:19: Die haben abgesagt.
00:00:20: warum?
00:00:21: weil erzählt wurde dass wir oder ich eigentlich gar nicht im Film und dass ich von der Stasi bin hauptsächlich natürlich Kai Den fand ich so als jung Schiller oder...
00:00:37: Absolut, absolut.
00:00:39: Der hatte Druckreif dort gesprochen
00:00:43: und
00:00:43: hat einen Anspruch und auch schon ein Kredo ohne.
00:00:47: Das fand ich ziemlich schräger und ziemlich gut.
00:00:51: Wo wir dann die Benz auch eingeladen haben da war die erste Reaktion von Tamara Fühlenwesen ist ja die Stars, also das ist ja total kacke.
00:01:05: Die war ja auch so direkt.
00:01:07: Wir kommen wie eine Staatsband darüber und so aus heutiger Betrachtung wenn wir über die Geschichte Ostdeutschans der DDR reden, über die Lebensgeschichten dass es eben nicht nur eine verstaubte auch graue, die Häuser waren grau aber die Menschen war nicht grau und schon gar nicht im Herzen.
00:01:39: Über den wichtigsten Jugendkultur-Dokumentarkinofirmen der DDR über Flüstern und Schreien habe ich schon mit vielen Gästen wie ihr wisst hier gesprochen.
00:01:49: Es war also ein absolutes Muss den Macher des Films einzuladen und vor allem auch kennenzulernen.
00:01:56: Mein heutiger Gast ist Flüstern- und Schreienregisseur Dieter Schumann.
00:02:00: Wie kam Dieter dessen erster Beruf Matrose es zur DEFA und auf die Idee, ein Film über DDR Musik und junge Fans zu machen?
00:02:09: Wie hat er die Bands ausgewählt und anschließend überzeugt dabei zu sein?
00:02:13: Welche Band hat abgesagt, weil das Gerücht gestreut wurde, die da sei von der Stasi?
00:02:19: Welche der Bands hat eigentlich den Titel Flüstern und Schreien erfunden.
00:02:23: Und warum lief der Film zuerst im Westfernsehen und nicht im Fernsehen der DDR?
00:02:28: Das erfahrt ihr nur hier!
00:02:30: Weitererzähl der Schweriner, welche Filmszähnen rausgeschnitten werden sollten – wie er und sein Team damit umgegangen sind.
00:02:37: Und wie Flüstern und Schreien nicht nur Kult sondern auch einen Kinokassen-Erfolg wurde, weil sich nach der Prämiere n.a.
00:02:46: rumsprach, dass die Doku bald verboten werden
00:02:49: würde.".
00:02:50: Außerdem sprechen wir über die der Schumanns großartigen neuen Kinodogo-Film Garten der Hoffnung, für den er eineinhalb Jahre einen Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgartenprojekt mitten im Plattenbaugebiet in Schwerin begleitet hat, indem Menschen unterschiedlichster Herkunft, Alter und Prägung zusammenkommen.
00:03:11: Wenn dir meinen Podcast gefällt, kannst du ihn gerne mit einem oder mehreren Cafés unterstützen wie das funktioniert.
00:03:18: Den Link dazu findest du in den Shownotes.
00:03:20: und jetzt viel Spaß mit Born-in-Syngedia und Dieter Schumann!
00:03:25: Herzlich willkommen, Dieter Shumann.
00:03:27: ich freue mich sehr!
00:03:29: Danke für die Einladung!
00:03:40: Dirk Zöllner von Chicory, heute ja auch unter anderem wieder Chicory und Ritji Rüdiger-Baton von Silly hier bei mir zu Gast waren.
00:03:48: Und ich sie alle samt ausführlich zu flüstern und schreien befragt habe – war es natürlich für mich ein Muss dich den Macher
00:03:56: des vielleicht
00:03:56: wichtigsten Jugendfilms der DDR einzuladen!
00:04:00: Was
00:04:01: bedeutet dir der Film «Achten dreißig Jahre später»?
00:04:06: Ganz viel... Also ich freue mich, dass man mit einem Film so viel Nachhaltigkeit und Nachhall erzeugt hat.
00:04:17: Mir geht es wirklich noch sehr oft so, dass sich Leute meines Alters aber auch jüngere Generationen die damals diesen Film gesehen haben mich ansprechen.
00:04:29: also wenn sie hören Ich habe diesem Film gemacht das zusammen Man, das war wirklich für uns so ein Erlebnis und hat genau in diese Zeit gepasst Mut zu machen.
00:04:40: Also kurz vor der Wende war das ja Und dass es auch jetzt als Dokument Das festgehalten hat was sie selber erlebt haben.
00:04:51: also das ist ja das Schöne am Dokumentarfilm Es sind Zeitzeugnisse.
00:04:56: Wir wissen alle wie schwer wir mit unserer Geschichte umgehen mit der ostdeutschen geschichte und dieses lebensgefühl jenseits von politik oder mit der politik das kann man ja kaum weiter erzählen verbal.
00:05:17: Und der film, der zeigt einfach in dieses lebendsgefühl und lässt es ihm nachvollziehen.
00:05:23: Also meine höhere und hören die wissen dass.
00:05:25: also für mich war der filme auch super super bedeutend zumal ich ja damals auch In der Jungen Garde, bei dem Dreh von Cilli mit dabei war leider ja nicht im Film.
00:05:37: Wir können ja noch mal einen Aufschauen beim Oma-Dreh.
00:05:39: Ja also das würde mich natürlich total freuen.
00:05:43: und ja, der Film eben auch eine große Bedeutung hat... Wann ist ihr denn in der Rückschau bewusst geworden?
00:05:51: Dass der Film den Zeitgeist und die Jugendkultur gleichermaßen wie kein anderer zum Ende der DDR einen gefangen
00:06:00: hat?
00:06:02: Naja, also eigentlich schon bei der Konzeption des Films.
00:06:06: Das begann so in den Plans, ein Film über Rockmusik zu machen, das hatte ich schon viel früher.
00:06:12: aber schon bei dieser Konzeptions warren wir uns mit dem Jochen Wysorski Co-Autor bewusst dass wir ein Film machen wollen, von Jugendkultur, jugendlichen Dasein im Spiegel von Musik darstellt.
00:06:33: Und dass wir in diesem Zustand, sag ich mal... Wie geht's jungen Leuten?
00:06:41: Wie gehen sie auch ganz klar politische Erhaltung hat mit dieser Stagnation die sich ja breit gemacht hatte in der DDR.
00:06:50: Wie gehen Sie damit um?
00:06:51: Gehen Sie lässig damit um!
00:06:52: Da war ja auch viel Sarkasmus, Ironie auch in den Liedern und so.
00:06:59: Und das war uns völlig klar, dass wir da im politischen Film machen werden und dass die Zeit auch unbedingt reif ist und dass das dann so schnell dann tatsächlich zu dieser Wende kam und dadurch eigentlich das einzigartig blieb weil ... damit konnte man kennen.
00:07:25: Das war ein Zufall der Geschichte.
00:07:28: Also für dich war das sozusagen auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort, aber Glück gehört ja im Leben auch immer dazu.
00:07:35: Wann hast du den Film zuletzt gesehen und wie reflektierst du ihn heute?
00:07:41: Wie geht es dir damit, dass er quasi kult geworden ist?
00:07:46: Ich sehe den fast jedes Jahr so zweimal mindestens, sag ich mal so ... Also wie geht's mir damit?
00:07:56: Ich bin total glücklich, dass man als Dokumentarfilmer eigentlich zwei Dinge bewirken kann.
00:08:03: Der Dokumentarfilm hat ja oftmals den Ruf, dass es so die Stiefschwester des Spielfilms ist.
00:08:11: Weniger Popularität, weniger Anerkennung und man isst kein Star und so.
00:08:18: Aber ich hab immer den Dokumentarpfilm geliebt weil er eben dieses echte authentische Lebensgefühl zum Inhalt hat.
00:08:28: Und das vor allen Dingen, ich sage mal Zeitzeugnisse festgehalten.
00:08:35: Das sind authentische Bildertöne die nicht verloren gehen.
00:08:44: Das finde ich total wichtig.
00:08:45: und dass man dann auch so eine Wirkung hatte mit Film etwas bewirken zu können, nämlich dass wir kurz vor der Wende den vielen jungen Leuten Mut gemacht haben offen zu sein.
00:09:00: Der ist ja provokativ und das gab ja viele Diskussionen und dass man mit Film in gesellschaftliche Entwicklungen Prozesse eingreifen kann.
00:09:10: Das ist ja ganz selten!
00:09:11: Und dass uns da gelungen ist weil wir in die Zeit pfielen Das ist natürlich ein Zufall oder auch Glück, was man haben muss.
00:09:20: Aber wir haben natürlich auch gekämpft um den Film.
00:09:23: Wir kommen da gleich noch genau ins Detail.
00:09:26: Ich wollte nur kurz wissen damit die Leute dich auch ein bisschen kennenlernen Du bist in Schwerin geboren, du bist in jungen Jahren zur See gefahren.
00:09:35: Wie kamst du zum Film?
00:09:38: Naja, das ist eine interessante Geschichte.
00:09:40: Ich war immer neugierig und ich glaubte mich hat er die Sehnsucht erst mal weggezogen.
00:09:48: und die einzige Möglichkeit – ich wollte die Welt immer sehen!
00:09:52: Eigentlich fast die einzige Möglichkeiten für junge Leute war zur Handelsmarine zu gehen.
00:09:57: Und da ich im Wismar zur Schule ging und dann immer am Hafen lang ströpperte, habe ich die Schiffe gesehen mit diesen exotischen Hafenstädten als Heimathefen.
00:10:10: Da ich gedacht hatte, verdammt du versuchst dich jetzt mal zu bewerben – was das bewirbt sich?
00:10:17: Das gab ja diese duale Ausbildung Beruf mit Abitur und habe dann bei Vollmatrose mit Abiture.
00:10:24: Also ich wurde angenommen, kam dadurch einfach raus und hab das auch total genossen dass sich die Welt dann sehen konnte.
00:10:35: Ich bin ja viel Mittelmeer ganz Nord- und Ostsee Mittelamerika Und das war für mich erstmal total wichtig, ne?
00:10:45: Dass die größte alle DDR DDRs, sag ich mal.
00:10:50: Nicht der Mittelflug der Welt ist Nummer eins aber ich habe dann sehr schnell festgestellt dass mich eigentlich nicht so die Landschaften nur interessieren oder vorrangig sondern Menschen also die Kulturen und ich hab immer versucht auch Kontakt zu kriegen in den Häfen mit den Hafenarbeitern.
00:11:09: Also mich haben die Menschengeschichten fasziniert Und insofern war dann dieser um Schwung, dass ich gesagt habe.
00:11:17: Ich möchte als Reisende eher Entdeckungen von Menschengeschichten machen und das hat durch einen Zufall... ...ich hab dann begegnet mit einem Regisseur der da schon eine Weile im Geschäft war und der mich kennenlerte oder ich ihn und der mir Mut gemacht habe auch als jemand kannst Film machen.
00:11:38: Und ich hatte immer fantasy und da habe ich es versucht und da ich immer gesagt habe dem Mutigen gehört die Welt Erst mal versuchen, dann aufgeben.
00:11:46: Hat so geklappt!
00:11:47: Du hast also dich an der Filmhochschule Potsdam Babelsberg beworben und bist da auch angenommen worden?
00:11:54: Wie schwierig war das?
00:11:55: Weil das hatte man ja immer so das Gefühl, dass es eine sehr elitäre Geschichte
00:11:59: ist.
00:12:00: Ja sicher... Also klar gab's wahrscheinlich viele Bewerber und das war ja auch so.
00:12:08: du kamst ja nicht direkt in die Hochschule sondern du musstest erst einmal über einen Stammbetrieb ...das waren die TV oder Fernsehen.
00:12:16: Musstest du dich erst mal übers Unvoluntariat oder Regieassistenz da hocharbeiten?
00:12:22: Oder erstmal deine Grundlage schaffen.
00:12:24: und der erste Schritt war dann, ich musste das auch erst einmal mitkriegen dass ich mich als Volontär beworben habe beim Fernsehen.
00:12:37: Ich hatte auch Fantasie.
00:12:39: es gab so ein Aufnahmetest Ja, immer auf zuversichtlich.
00:12:48: Und diese positive Ausstrahlung hat mir da geholfen.
00:12:52: und dann gibt es so eine Aneknote... Ich war ja zu der Zeit vor ich ja noch zur See, als ich mich da beworben habe und dann hatte ich ein Einladungstermin.
00:13:02: und dann lief aber unser Schiff aufgrund in Schweden und dann verpasste ich den Termin.
00:13:08: Und dann über ein Telegram beim Fernsehen tut mir leid, kann ich und so.
00:13:15: Wann ist denn da möglich der nächste Termin?
00:13:18: Naja, und dann kam schon eine Rückantwort.
00:13:20: Na ja wann könnte ich denn?
00:13:22: Die richten sich nach mir um es dann abzukürzen.
00:13:25: Jemals kam's dann zum Termin.
00:13:27: Ich komme rein zu dieser.
00:13:29: Da habe ich zwischendurch eine Postkarte geschickt.
00:13:34: Einmal aus Frankreich, auch immer aus London, weil wir da weiterfuhren und als ich reinkam in das Büro von dieser Dame hing hinter ihr, hinter ihm schreibt meine beiden Postkarten.
00:13:46: Und dann sagt er, ach ist das ein schöner Beruf und so.
00:13:49: Und da war ich schon... Da war die Tür schon
00:13:52: ein bisschen offen?
00:13:53: Genau, da habe ich gleich noch mehr Optimismus.
00:13:58: Und wie gesagt, man muss ... und man muss eine Sache aufwollen.
00:14:04: Also ich hatte dann schon... Ich hab natürlich auch Grundlagen gehabt, ich hab fotografiert gerne.
00:14:10: Ich habe sehr viel gelesen in meinem Leben.
00:14:12: Ich hab viel Fantasie, also ich hab glaub ich immer gehabt.
00:14:16: Und insofern ...
00:14:17: Wahrscheinlich hat vielleicht auch dieses zu See fahren Da warst du natürlich auch in guter DDR-Staatsbürger.
00:14:25: Du bist immer zurückgekommen, das war wahrscheinlich auch so ein kleines ... Ja?
00:14:29: War's so?
00:14:29: Ja sicher!
00:14:30: Also jemand der nicht abgehauen ist, sondern der zurückgekommen ist... Der war schon mal wie sagt man, ja, guter Kandidat.
00:14:40: Obwohl ich dann nicht in eine Partei eingetreten bin oder so.
00:14:42: aber ich war trotzdem.
00:14:45: Interessiert mich jetzt natürlich trotzdem mal.
00:14:47: also wenn du da zur See gefahren
00:14:49: bist
00:14:49: ne Also hattest du das Gefühl, wenn du über die Schulter geschaut hast, dass da jemand war?
00:14:57: Du meinst, dass wir beobachtet wurden.
00:14:59: Naja, da waren die ganz vorsichtig!
00:15:01: Ich bin ja hauptsächlich auf kleinen Schiffen gefahren mit ganz kleiner Besatzung.
00:15:07: Das waren sieben Leute manchmal neun Elfen und da gab es vielleicht auch Leute aber... Das hat man erst mal so nicht gemerkt und die war natürlich extrem vorsichtig, wenn man Druck ausgeübt hat oder irgendwie.
00:15:23: Dann war ja die Gefahr dass die Leute dann noch eher auf den Gedanken kommen, ne?
00:15:29: Und wie gesagt auch noch größer.
00:15:31: also es war grundsätzlich so das man uns ziemlich in Ruhe gelassen hat damit damit man sich locker fühlte.
00:15:43: Und ich habe oft an die Frage gedacht, na durftet ihr denn an Land gehen und so?
00:15:49: Na wenn ihr dann Westen wart?
00:15:51: Ich sag, na wer soll uns daran hinlernen?
00:15:54: Und ich hab diese Fahre, die hab' ich übrigens heute noch.
00:16:00: Wird mir die gestellt nach Warum bist du als junger Mensch nicht abgehauen?
00:16:03: Wo da viele und... Die haben ja ihr Leben riskiert!
00:16:08: Und da habe ich gesagt, ja stellt euch mal vor.
00:16:12: Das war eine Zeit, ich war da siebzehn, acht zu neunzehn Jahre alt, dass man einen Schritt tut der nicht wiederrufen werden kann das heißt du deine Freunde, deine Familie, dass du das alles auf immer zurücklässt also deine ganze Heimat, deine Großeltern und so weiter.
00:16:33: was für ein Not muss einem Mensch haben ... das alles aufzugeben.
00:16:38: Und da ich halt die Möglichkeit hatte, in die Welt zu gehen... ... warum sollte ich das aufgeben?
00:16:44: Viele Aussies hatten ja gesagt dann werden wir... Ich glaube es gab natürlich auch Leute, die wirtschaftlich motiviert waren aber viele... Die werden ja auch zu Hause geblieben.
00:16:55: Absolut!
00:16:56: Also ich meine ich habe hier oft auch Gäste, die reisen durften und diese natürlich auch dann zurückgekommen.
00:17:03: Aber klar wenn ich wenn man die Möglichkeit hatte.
00:17:08: Und so eine praktische Frage, was hat man dann wenigstens ein Tagegeld gehabt?
00:17:16: Also ich meine ohne Geld im fremden Land wäre ja auch nix.
00:17:19: Nein
00:17:20: natürlich!
00:17:22: Wenn du monatelang da unterwegs warst, gab es ja Divisen.
00:17:25: also wir haben ja auch Divisen erwirtschaftet mit der... Was waren
00:17:29: eure Aufgabe?
00:17:32: Waren zu transportieren.
00:17:33: Holz von Polen nach London und dann dieses Skapatit von, weiß ich vorher ... Also Whiskey haben wir transportiert.
00:17:44: Von Schottland nach Frankreich alles so was.
00:17:50: Wir waren transportiert, das war die Aufgabe.
00:17:52: Und es gab
00:17:54: Taschengeld?
00:17:55: Na ja, es gab genau eine ... Und was wir natürlich auch gemacht haben, was übrigens von der Rederei auch bewusst einkalkuliert wurde.
00:18:03: Wir haben natürlich massiv geschmuggelt.
00:18:07: Also komischerweise gingen die Ost-Sigaretten, die ging bei den Doggern in England gut.
00:18:12: Da gab es Semper und Kabinett.
00:18:14: Das waren so gute Marken... Ich kenn' nicht noch,
00:18:17: ja?
00:18:17: ...und der sogenannte WBS beim Blatziegel, der ging auch gut.
00:18:21: Und das haben wir dann so versprochen.
00:18:22: Das kenn ich nicht!
00:18:23: Was ist das?
00:18:23: Das war ein Weimandverschnitt Und das war schon mit der gewissen Gefahr, weil du musstest das ja verstecken.
00:18:31: Weil der Zoll, der freier zollfreie war, wurde zugeschlossen und die Zoll lasst und wir mussten erfinderisch immer sein um die Sachen zu verstecken.
00:18:43: und wenn sie uns erwischt hätten jetzt natürlich... aber
00:18:47: ich bin Gott sei Dank
00:18:49: nicht echt geworden!
00:18:51: Aber dadurch hatten wir ganz gut Geld.
00:18:53: auch
00:18:55: So, jetzt hast du also einen Voluntariat gemacht und hast dann studiert an der Filmhochschule.
00:19:01: Und dann kam es ja irgendwann dazu... Sind die eigentlich auf dich zugekommen?
00:19:08: Oder war das deine Idee den Film dann zu machen?
00:19:12: Nee, das war immer meine!
00:19:14: Ich hatte ja schon an der Filmmuchsschule die Idee im Film über Rock Musik zu machen.
00:19:20: Warum?
00:19:21: Weil ich in der Jugend, also in dieser Zeit auch der See fahrt Haben wir in dieser Klasse, das waren ja so, twenty-fünf junge Männer.
00:19:31: Viele waren Fans, musik-Fans und wir hatten nur die Möglichkeit auf Platten zu kaufen.
00:19:38: Wir haben sie auch dann gekauft und haben untereinander ausgetauscht.
00:19:41: Es wurde über Turmwände aufgezeichnet, sodass Und wir haben am Tag so bestimmt drei, vier Stunden immer Musik gehört.
00:19:51: Ich glaubte gar nicht ohne Musik leben zu können.
00:19:54: Kann ich gut nachvollziehen?
00:19:57: Das fand ich als Phänomen wie das einem in diesen Jungen an das Lebensgefühl geprägt hat und das wollte ich mal irgendwie festhalten.
00:20:08: Das hatte ich schon an der Filmhochschule und die Krux an der ganzen Geschichte war Wie es mir auch ging, dass wir natürlich hauptsächlich Westmusik gehört haben.
00:20:19: Ja war das
00:20:20: so?
00:20:20: Ja natürlich!
00:20:22: Ich war die große Purple-Fan, ich war der Who-Fans und also alles auch so exotische Bands aber hauptächlich die Westbands.
00:20:32: Es gab ein paar Ostbands, aber haupzlich waren es Westbends Die Crux war, als wir dann in die Nähe kamen von der Realisierung, dass wir eben einen Film machen wollten über Rockmusik.
00:20:46: Aber eigentlich über eine Musik, die eher weniger bedeutend war für den erjugenden.
00:20:56: Und da haben wir viel gemacht.
00:20:57: Das ist doch die meisten hören ja doch West-Musik auch in den nachtziger Jahren.
00:21:03: Da waren ganz andere Dinge angesagt Und da kam bei ihm aber auf die Idee, dass wir dachten, wir machen nicht nur ein Film über die Bands sondern auch über die Fans.
00:21:15: Das war der glückliche Ergriff das wir eben die Musik als Spiegel von Lebensgefühl und die Geschichte der Fans als Rotmovie mit erzählt haben.
00:21:27: Und das ist ja das Besondere an dem Film weil wenn du auch Westmusik-Fan warst Hast du ja da im Prinzip bei mir und ganz vielen anderen ins Schwarze getroffen, weil ich ja tatsächlich eher mit Ostrock aufgewachsen bin.
00:21:43: Mich hat natürlich auch die Westmusik interessiert aber es war so weit weg Und für mich war eben sozusagen meine Jugend geprägt von diesen Konzerten.
00:21:53: Ich war ein Konzertgänger, ich hab überhaupt ... Disco hat mich nie interessiert!
00:21:57: Und ich fand's ganz toll dass man in der DDR eben relativ schnell auch mehr den Bands in Kontakt kommen konnte Und das war sozusagen meine Welt.
00:22:06: Und die hast du dann ja mit dem Film gespiegelt, du warst... ...und man hat so ein junger Typ und lass mal den machen oder Wie ist das dann sozusagen alles auch wirklich in die Gänge gekommen mit dem Film?
00:22:39: Naja, das war ja schon eine Zeit wo es knirschte im politischen Gebärk.
00:22:48: Und es gab ja in diesem ganzen kulturellen Establishment, gab's solche Kräfte und solche... ...und der damalige Filmminister, also stellvertretender Kulturminister Penaert Der war auch noch relativ jung und war einer der Gorbachev-Anhänger.
00:23:09: Und er hatte uns zum Beispiel so eine junge Regiegruppe mal zusammengenommen, hat den Gespräch Ich habe mich sehr gewundert gesagt, also wir müssen uns öffnen.
00:23:24: Wir müssen auch Pärestreuker und Glasners haben Und die da oben, diese alten Kreise sag ich mal so Die werden uns hier noch in den Untergang führen.
00:23:35: Also wenn wir nicht uns öffen dann wird dieser Staat nicht überliegen.
00:23:38: Das hat der so geäußert.
00:23:41: Ja also nicht jetzt das er zur Revolution aufgerufen hat Aber der war so.
00:23:47: Manchmal hatte er so eine offene direkten Züge, hat sich da dann auch etwas riskiert.
00:23:55: Du meinst es gab auch Politiker die noch die Fühler am Volk dran hatten?
00:24:01: Ja weil das war einfach vernünftig also aus Vernunftsgründen, weil viele haben natürlich gemerkt ich glaube selbst aus den Sicherheitsapparaten
00:24:10: dass
00:24:10: dass so nicht weitergeht.
00:24:12: Und insofern war für ihn auch später dann die, warum ist diese Wände so verlaufen?
00:24:17: Warum haben da letztendlich, wurde doch nicht geschossen hat vielleicht viele Gründe gehabt aber das dieses System schon erodiert war.
00:24:26: Das ist nicht von heute auf morgen gekommen und der Boden bereitet, dass da eine gewisse Aufgeschlossenheit da war auch sehr geschätzt irgendwie und mich gefördert.
00:24:43: Es gab ja immer Leute, die gerade in künstlichen Bereichen berufen wo du auch jemanden haben musst der dich irgendwie fördert.
00:24:54: Na klar!
00:24:56: Und er traut mir dazu dass ich das auf eine Art und Weise mache und jedenfalls als ich habe das direkt dann an diese Studioleitung auch diesen Vorschlag gemacht wenn wir es nicht immer im Film machen.
00:25:10: Es ist noch nie eine gemacht worden über Rockmusik im Kino und der Typ, den trauen wir dazu und da haben wir auch vertrauen dass er ja etwas macht was wo wir auch hinterstehen können.
00:25:25: Was gab's für Vorgaben?
00:25:27: Keine.
00:25:29: Ich habe gelesen laut WGP-Darm du kannst es mir vielleicht bestätigen oder auch nicht Es gab ein Budget von ´½ Millionen Mark der DDR, hieß es ja korrekterweise.
00:25:42: Für fünfundsechzig Drehtage.
00:25:46: Hast du dabei auch gut verdient?
00:25:50: Das war ja verrückt!
00:25:51: Ich meine heute wäre ich ziemlich reicher Mann hätte ich diesen Film selber produziert.
00:25:57: Nein wir hatten ja eine Anstellung das war ja sehr verrückt.
00:26:01: Das waren der staatliche Studios Deva Spielfilm Deferdokumentarfilmstudio.
00:26:07: Und es gab noch ein Trickfilmstudios, was viele nicht wissen in Dresden.
00:26:11: Das waren diese drei staatlichen Studios und da war man angestellt auch als Regisseur.
00:26:18: Da bekam ich irgendwie siebenhundert, glaubt immer noch etwas, dem Markt damals... ...und damit waren alle Rechte abgegolten.
00:26:29: du hast dann noch zusätzlich wenn du das Buch Szenarium geschrieben hast oder es gab sogenannte Prädikate.
00:26:38: Dann gab's ein Bonus, aber ansonsten war ich an diesen Verkaufszahlen.
00:26:43: Das war ja der große Kino um da zu machen.
00:26:48: Da war ich nicht beteiligt.
00:26:50: Hattest du freie Hände bei der Auswahl
00:26:53: der Bands?
00:26:56: Ja, also es war ja so dass wir ein Jahr lang recherchiert haben.
00:27:01: Also der Jochen Wiederski und ich da war Tina Barra als Fotografin dabei die sehr mitgeholfen hat heute Professorin ist in Dresden glaube ich eine Fotografie Und Wir haben erst mal gestreut und haben geguckt.
00:27:21: unser Weg war interessanterweise nicht über die Bands sondern wir haben erst mal Fans gesucht, weil wir wollten eben Leute finden die tatsächlich eine Beziehung zu dieser Musik haben.
00:27:37: Das war wie gesagt diese Crux das wir gesagt haben.
00:27:39: naja Ostmusik war eigentlich eher gelitten und weniger populär und dass wir Leute haben die wirklich mit den Bands verbunden sind.
00:27:48: Und das war der hauptsächliche Weg, dass wir da ausgeschwärmt sind.
00:27:52: ein Jahr lang haben auch Fanpostbriefe, Ausgewährte von Cilly zum Beispiel und so weiter.
00:28:02: Und dann gab es schon eine Entscheidung, dass wir gesagt haben, wir wollen ein gewisses Spektrum haben.
00:28:05: also Cilly war dann ziemlich schnell klar ich mochte die auch weil von der musikalischen Qualität her fand ich sie enorm gut.
00:28:14: Und als Profi-Band dann war diese Shikori, die so in dieses Zwischenfeld ins überwanderten Profistatus.
00:28:25: und dann stellt sich heraus Feeling B als Anarcho.
00:28:30: Und dann Sandro ganz bewusst, die eben eine ganze Junge am Anfang ihrer Laufbahn waren.
00:28:38: Das haben wir uns jetzt entscheiden
00:28:40: können.
00:28:41: Gab es auch eine Band, die du gerne dabei gehabt hättest, die abgesagt
00:28:44: haben?
00:28:45: Ja.
00:28:45: Wir hatten auch einen Auge auf Panko geworfen, fand ich auch gut und das war natürlich oft zu dieser Geschichte des Films gehört.
00:28:58: Die haben abgesagt.
00:28:59: warum?
00:29:00: weil erzählt wurde dass wir oder ich eigentlich gar nicht im Film und dass ich von der Stasi bin Wir dort im Vorfeld eigentlich so rumhorchen wollten, möglicherweise gibt's gar kein Film um da mal zu... und das hat gemacht.
00:29:19: Wie hieß er noch?
00:29:19: Wolf von... einen Typ der war bei der Straße.
00:29:23: Der hat dann uns denunziert und aufhin hat Panko abgesagt.
00:29:31: Ja aber wir hatten ohnehin wie gesagt nur eine Band nehmen können vom Zeitlimit.
00:29:36: Aber das habe ich auch...
00:29:37: Von den etablierten Stars sozusagen, ne?
00:29:40: Ja.
00:29:40: Ich
00:29:40: hab's gerade dann erst in Nachhinein erfahren.
00:29:43: Sonst wäre ich da glaube ich noch viel bedrückter gewesen aber das war schon, gerade diese Szene war auch echt unterwandert, ne.
00:29:54: Absolut!
00:29:55: Also bei mir saßen ja hier schon viele Musiker und ich sag
00:29:59: mal,
00:29:59: bei keiner Band gab es nicht Stasi also es war überall präsent Ob es die Rodies waren oder alles Mögliche.
00:30:10: Oder im letzten Podcast war Tina Povellite, die Schlagzeugerin von Mona Liese... Also da war dann irgendwie auch von der Location bei Veranstaltungen irgendwie wie dazuständig war organisatorisch und so weiter.
00:30:26: Es war eigentlich überall durchsetzt.
00:30:29: Na ja!
00:30:30: Und ich meine insofern Waren wir natürlich... Schade
00:30:34: auch
00:30:35: nicht.
00:30:35: Ja, es war schrecklich.
00:30:38: Dieses Misstrauen hat mich am meisten gestört, dass man den jungen Leuten kein Raum gegeben hat, das sie auf was Neues einbringen können.
00:30:54: Jugend bringt ja auch immer einen gesellschaftlichen Impuls wenn man sie lässt.
00:30:59: und natürlich im Diskurs, natürlich im Streit sag ich mal so Und das ist eines der schlimmsten Fehler gewesen, diese alten Säcke sei ich immer, dass sie ihrem eigenen Volk nicht vertraut haben.
00:31:14: Wie Panko ja gesungen
00:31:16: hat, ne?
00:31:17: Solange die Alten Männer verehrt in dem Song Langeweile, der ja auch, finde ich maßgeblich zum Einsturz der Mauer beigetragen hat.
00:31:28: Also, jedenfalls... Der Film wurde Simon-Achtzig gedreht und Achten-Achzig war Premiere.
00:31:36: Wir saßen damals im Kino in Leipzig, und ich muss wirklich sagen.
00:31:40: also uns stand ja der Mund offen vor Erstaunen weil bis dato gab es offiziell keine Punks in der DDR Und jetzt waren sie also auf der großen Kinoline Wand zu sehen.
00:31:55: Wie hast du das durchgekriegt?
00:31:58: Naja Das war eben so eine Mischung.
00:32:01: das eine was sich schon erwähnte, dass es auch seitens vom Verantwortlichen das war innerhalb des Studios.
00:32:09: Also Studiodrektor aber auch der Untergruppenleiter die selber einen eigenen Impuls hatten, dass sich etwas ändert und dass man natürlich mit so einem Film auch Zeichen setzen kann.
00:32:22: also bei allen Widersprüchen die hatten dann auch wieder Angst und so.
00:32:25: Ja
00:32:25: was ist so krass?
00:32:27: Und das zweite ist Wie gesagt, Peanut auch das dann wollte.
00:32:34: Und dann gab's aber... Moment, wo ist dann ... Ach im Vorfeld schon.
00:32:40: Dass ihr gesagt habt, da ist so viel Provokatives drin und so viel Neues.
00:32:44: was kannst du nicht daraus nehmen?
00:32:46: diese Zähne zum Beispiel in Bahnhoff-Lichtenberg?
00:32:49: Wo die Punks, wo sie dich da frisieren?
00:32:51: Und wo wir sagen na ja, wo kommt ihr alle her und was macht ihr?
00:32:55: Ja ich bin arbeitslos und hier stacheln und dann ...
00:32:58: Habt's ja nicht mehr.
00:32:59: Und so weiter, es gab keine.
00:33:00: Die wollten sie raus haben Und auch so ein, zwei andere sind gar nicht so viele.
00:33:09: Und da haben wir dann mit dem Jochen Wysotski gesessen... Ich kann mich noch ändern nach dieser einen Abnahme wo dann diese Forderung kam und haben gesagt so warte mal was machen wir damit?
00:33:26: Risikieren wir dass der Film in den Keller geht das war ja das Gute beschnitten wurden und dann, sondern dass die...
00:33:36: In Keller, du meinst in Giftschrank?
00:33:37: Genau.
00:33:38: Dass sie also nicht gezeigt werden.
00:33:41: Und auf der anderen Seite haben wir gesagt, wenn wir jetzt anfangen da nachzugeben, dann kommen Sie übermorgen mit der nächsten Stelle und irgendwie eine neue Instanz will das und das.
00:33:52: Und machen wir das, nee, das machen wir nicht.
00:33:56: Da haben wir für uns beschlossen, dass wir das haben.
00:33:59: Nein!
00:34:00: Wir lassen uns da nicht auf einen, sondern sie müssen uns erklären.
00:34:03: Und diese Argumente, die glaube ich gibt es nicht... dass das was dazu sehen ist zu Jugend gehört, dass es so unter dem Dasein gehört und dass man das auch zeigen muss weil es gehört zu unserer Realität.
00:34:24: Das sind ja auch Leute, die zwar anders aussehen für manche so ein bisschen erschreckend, aber im Großen und Ganzen ist das ja überhaupt nicht systemgefährdend gewesen was.
00:34:39: So naja!
00:34:40: Und da gab es eine heftige Diskussion und dann hat Pena tatsächlich gesagt okay wir riskieren das alles weil darauf kommt es ja noch nie mehr an und das war eine mutige Entscheidung auch der damals politisch verantwortlichen und wir sind aber hart geblieben Aber nur auch deshalb, weil wir schon geahnt haben hier wird was passieren.
00:35:05: Also siebenundachtzig, achtenachtzig so übergangen Da hat man das ja schon gespürt und da haben wir gesagt alles was wir jetzt rausnehmen wird später als Dokument nicht mehr verhanden sein.
00:35:16: So weit sichtig?
00:35:17: Ja ja, das haben wir...nein Und Jochen ist ja irgendwie ein sehr kluger Kopf.
00:35:23: Das haben wir dann für uns so entschieden.
00:35:26: Gott sei Dank
00:35:28: Du sprachst ja die Fans schon an.
00:35:30: also Es gab ja eben die, die im Bahnhof Lichtenberg, die sich dagegen freisiert haben.
00:35:38: Es gab die Fans an der Ostsee zum Beispiel auch.
00:35:42: was ja so total DDR-typisch ist heute nicht mehr vorstellbar dass man in einem Dokumentarfilm junge Mädchen oben ohne sieht würde man wahrscheinlich auch heute irgendwie schon wieder als sexistisch Brandmarken von dem wenn es ein Filmemacher ist und so weiter, was ja total natürlich war.
00:36:02: Also ich habe das damals auch überhaupt nicht irgendwie als etwas Aeneckendes empfunden sondern hab gedacht, jetzt hätte ich ja auch sein können.
00:36:11: War es eigentlich schwierig?
00:36:13: Weil ich sag mal dass jemand mit einer Filmkamera kommt zu so normalen Bürgern Leuten, jungen Leuten.
00:36:21: Das war ja schon ungewöhnlich und da war man doch in der DDR ziemlich schreu, was so Öffentlichkeit betrifft.
00:36:28: Ist es dir schwer gefallen die Leute dazu überreden dass sie dann in einem Film sein
00:36:33: würden?
00:36:34: Nee überhaupt nicht!
00:36:36: Also wir hatten erst mal von dem Typus her wie wir sie auszuhauen.
00:36:41: War ihm Gott sei Dank auch noch relativ jung.
00:36:44: Wirkte hier als Jugendlich Und auch der Kameramann ist ein total geäherter Typ.
00:36:51: Wir hatten ja dann auch sehr schnell Leute, wie Sando.
00:36:56: Also zum Beispiel bei dieser Einzene war ja Sando dabei beziehungsweise Feeling Bay hat mit dem Schlepptau und die haben dann gemerkt wir kommen nicht so entstaunen oder wie im Zoo gucken sie an sondern wir waren, saßen dann auch, haben nicht gekifft aber mit ihr Trunken geraucht und haben natürlich erst mal gequatscht mit den Leuten sehr schnell eigentlich Vertrauen gefunden, weil ja ich denke das war ja das Phänomen die hatten dann auch nichts mehr zu verlieren hatte.
00:37:35: Also die Scheu anzuecken und das war bei vielen Jugendlichen zu dieser Zeit schon vorbei.
00:37:45: Einer war aber immerhin Lehrer, erinnere ich mich?
00:37:49: Genau, ein Protagonist.
00:37:51: Also ich meine... Oder wollte Lehrer werden?
00:37:54: Hat er studiert?
00:37:56: Oh!
00:37:57: Nein?
00:37:57: Nee, kann ich mich nicht erzählen.
00:37:58: Ein
00:37:59: Typ mit langen
00:38:00: Haaren an der Ostsee.
00:38:03: Wir gucken beide nochmal
00:38:04: rein.
00:38:05: Aber die meisten hatten ja so relativ einfache Jobs.
00:38:09: Ja Handwerker und so.
00:38:12: Und die haben sich andererseits gefreut dass sie auch wahrgenommen werden was sehr generell im Aufdokumentarfilm passiert, dass wenn du Menschen eine Aufmerksamkeit hast, dass du sagst, du bist es mir wert bei deine Geschichte und deiner Haltung.
00:38:31: Das was du denkst ist wichtig nicht nur für mich sondern auch für viele Menschen möglicherweise.
00:38:38: das ist ja erstmal eine Anerkennung und Aufwertung meiner eigenen Person und das hat da auch gut funktioniert.
00:38:49: Aber wir hatten eben wirklich, glaube ich eine sehr klare Haltung.
00:38:57: Dass wir gesagt haben, wir machen den Film für euch und hier gibt es keine Zensur.
00:39:02: Hier ist kein Sonder das was ihr fühlt, was euch auf dem Herzen liegt.
00:39:09: Das soll in diesem Film.
00:39:11: Und ihr wart keine Fremdkörper?
00:39:13: Ihr wart sozusagen Teil von der Jugend also seit ihr wahrgenommen worden.
00:39:19: Wo du jetzt sitzt, da ist Herr Flagger letztes Jahr und hat mir erzählt das Feeling B nur in den Film kam.
00:39:26: Weil bei einer Badewanne Regatta wo ihr da, du nix schon, wo ihr gedreht habt wurde dann später am Tag von der Polizei des Konzerts
00:39:39: abgebrochen
00:39:41: Und du hattest aber Feeling B schon im Kasten, also schon gedreet.
00:39:48: Wer sollte anstelle von Feeling B denn dabei
00:39:51: sein?
00:39:52: Naja, die waren gar nicht auf dem Plan erstmal.
00:39:55: Weil wir Sandro hatten als junge Band und Feeling B also Anarcho war nicht drinne stand auch nicht in dem Manuskript.
00:40:04: Also man muss ja immer so einen Szenario schreiben oder Exposie Und wir hatten aber Gott sei Dank freie Hand.
00:40:11: Also ich musste jetzt nicht, wenn neue Leute dazu kamen irgendwo das melden und sagen oh jetzt hat sich da was verändert sondern wir hatten dann wirklich freie hand und haben uns auch die freiheit genommen.
00:40:24: und Das waren nicht so.
00:40:26: dass da die Die polizei etwas abgibt ist mir ja zu neu Sondern Wir hatten feeling B dort die traten gar nicht.
00:40:39: Das war bei der Badewanne, Regatta und Schwerin.
00:40:43: Die haben da so eine Action gemacht.
00:40:46: So eine Performance.
00:40:47: Ayosha haben da irgendwelche Markate angemalt und das hatten wir auch gedreht.
00:40:56: Und lernten dann die kennen.
00:40:58: Und Ayoscha war ja du Menschenfänger!
00:41:00: von Feeling Bay.
00:41:01: Der hat sofort gewittert, oh da sind Leute die können wir gut hier brauchen.
00:41:06: Wir wollten ja auch natürlich berühmt werden und große Anerkennung bekommen.
00:41:15: Und er hat uns dann informiert dass es eine Woche später ein Konzert in Hohen Viecheln gibt wo Feeling bay war dann auch Freigang mit Auftrag.
00:41:23: Die waren gerade gesperrt.
00:41:24: zu der Zeit Sind wir, hatten am Abend dann noch zusammengesessen und mit Flagge Paul.
00:41:33: Und ich fand die so lustig!
00:41:35: Die haben so eine Unbekümmerte... ...und das wir gesagt haben.
00:41:39: Gloss, die müssen mit rein,
00:41:40: ja?
00:41:41: Und ich meine da, ich sag mal, die lustigsten Szenen sind ja hier unweit von hier im Prinz Dauer Berg entstanden wo sie dann erso
00:41:51: Plage aufbauen.
00:41:51: In Zungen entsteht...
00:41:52: Ja also zum Tod lachen.
00:41:54: Also man muss es wirklich nochmal gesehen haben.
00:41:57: Also, es ist einfach ein großartiges Zeitdokument.
00:42:00: Auch wenn man weiß, dass das ja im Prinzip die einzige Ostdeutsche oder Band aus der DDR kam geworden ist, die wirklich absolute Weltstars geworden sind.
00:42:13: Also großartig Geschichte.
00:42:16: Oder?
00:42:17: Ja klar!
00:42:19: Du hast sie quasi mit entdeckt.
00:42:20: also für einen Film ich sag mal... diese Ausschnitte aus Flüstern und Schreien von Flagge und Paul.
00:42:28: Die gehen ja regelmäßig viral, also das muss doch auch ein tolles Gefühl sein wenn du weißt die sind in allen Sprachen übersetzt worden und alle Rammstein-Fans haben das gesehen.
00:42:41: Ja, wir waren ja auch der Entdecker von Rammstein.
00:42:44: Wir haben einen zweiten Teil, das war ein Fernsehfilm gedreht, hier sind wir eigentlich die ersten Konzerte aufgenommen und diesen Übergang.
00:42:55: leider ist der Film nicht zugänglich.
00:43:00: Ich habe gelesen er ist juristisch gesperrt?
00:43:03: Genau!
00:43:05: Da gab es einfach Turbulenzen-Rechtsstreit mit dem Produzenten und wahrscheinlich, sag ich mal so war das auch zu der Zeit hatten die eine andere Ausrichtung.
00:43:19: Die wollten nicht als der Film rauskamen da waren sie dann schon weiter und das war dann auch nicht mehr in ihrer Agenda.
00:43:27: Vielleicht
00:43:29: in der Zukunft sieht man dass ja alles vielleicht wieder ein bisschen lockerer als damaliges Zeitdokument und es taucht wieder auf.
00:43:36: Also ich würde es super gerne noch mal sehen.
00:43:40: Kaiuwe Kohlschmidt hat mir an dieser Stelle erzählt, sie waren eigentlich hinter Mädels her und sind dann... also die haben Mädels gesehen am Bahnsteig und wollten gucken in welches Abteil die einsteigen.
00:43:56: und in diesem Abteil habt ihr gesessen?
00:44:00: Und die Mädels.
00:44:01: Ah ja, genau!
00:44:03: Was weißt du denn eigentlich?
00:44:04: Also wie hast Du diese erste Begegnung in Erinnerungen?
00:44:08: Wir waren im Zuch und
00:44:09: die stiegen zu.
00:44:11: Genau wir fuhren nach Sule und in Sule war so eine Talentschau, junge Musik, irgendwie so eine Musikwerkstatt oder sowas.
00:44:27: Meines Erachtens mit zwei Protagonistinnen da unterwegs.
00:44:31: Das waren die Mädels und wollten das Farbe noch während der Recherche, also nicht wie an das Drehs.
00:44:41: Und dann stiegen sie damit ein und wir kamen ins Gespräch hatten ja von Berlin nach Suhr war eine recht gute Zeit und der Hauptsächlich natürlich Kai.
00:44:56: Den fand ich so als jung Schiller oder...
00:45:00: Absolut, absolut.
00:45:02: Der hatte Druckreif dort gesprochen und hat einen Anspruch und auch schon ein Kreedone.
00:45:10: Das fand ich ziemlich schräger und ziemlich
00:45:13: gut.
00:45:13: Als Fumemacher hätte ich den auch gleich eingetütet.
00:45:16: also das ist absolut klar!
00:45:18: Und war mutig?
00:45:20: Das war mir auch wichtig.
00:45:21: Die waren natürlich, ist ja dann im Film auch zum Tragen gekommen, die haben da kein Blatt vorm Mund genommen.
00:45:28: und aber in ihrer jugendlichen Unschuld und ihrem Mut auch oder so... Ich meine das hat man als Regisseur natürlich auch mit Einkalkulieren.
00:45:38: Natürlich haben wir solche Hintergedanken gehabt.
00:45:41: immer wen haben wir hier drin?
00:45:42: Wie kommen sie rüber?
00:45:43: wie angreifbar sind die auch?
00:45:45: Natürlich war es uns völlig klar dass es ein Film ist Der völlig gegen den Strom, gegen dieses ganze FDR-Klischee der Jugend und so gegen anarbeitet.
00:45:55: Und das war dann schon ziemlich bewusst, dass wir gesagt haben was könnte man gegen die vorbringen?
00:46:02: Und er hat ihm so eine, finde ich, so eine Umgekümertheit aber auch so eine Klugheit und Ehrlichkeit gehabt, dass man sagt du kannst nicht sagen halt einen Mund oder du darfst nicht hier vorkommen!
00:46:14: Das war mein Gefühl.
00:46:16: Als Zuschauerin im Kino, als damals der Film rauskam.
00:46:20: Sechzehn oder siebzehnjährige muss ich sagen also da war Kai Uwe Kohlschmidt war die Entdeckung.
00:46:27: Also das war sowas wo man gleich gedacht hat den Typen würde ich gerne kennenlernen.
00:46:32: Das war so der junge Wilde und was du jetzt auch sagst und es hat fasziniert.
00:46:40: Und das Gute war ja insofern nicht angreifbar weil er doch auf einer gewissen Meta-Ebene gesprochen hat.
00:46:49: Und das war eigentlich auch das Interessante,
00:46:51: ne?
00:46:52: Genau.
00:46:53: also ich kann mich noch an diese Szene erinnern wo wir da am Rande eines Feldes sitzen so an einem Straßenhahn und wo er darüber signiert was beschäftigt ihn und wo Er sagt naja mich interessieren Wo sind Deutschland bei ein Land der Dichter und Denker Die heute, wer als Heroes today.
00:47:19: Und diese wunderbare Poete, ich weiß nicht ob sie genau hinbringt wo er sagt Na ja was haben wir für einen Zustand?
00:47:27: Der normale Tropfen macht seinen Ding schon und fließt in dem Wasserkopf der Nation.
00:47:32: Also ich fahr dir das Sprachgebiet Das ist unglaublich So toll.
00:47:37: Ja das... Genau
00:47:40: War es deine Idee?
00:47:41: Das hab' ich gar nicht gefragt oder die von Kai dann sozusagen Straßenmusik zu machen, die es ja im Prinzip in der DDR komischerweise auch gar nicht so
00:47:52: richtig gab.
00:47:54: Ja, naja, Straßenmusika... Es gibt
00:47:57: ja die Szene da am Bahnhof?
00:47:59: Genau!
00:48:00: Das war unsere Idee
00:48:03: und dieses Publikum ist ein Zeitdokument.
00:48:07: Die Bürgerinnen und Bürger der DDR stehen damit Abstand und gucken sich die Szenerie an.
00:48:13: Es ist auch so großartig.
00:48:15: Gab's
00:48:16: da auch ein Feedback?
00:48:17: Naja, es war ja so dass die Musiker und die Protagonisten ja nie alleine anwesend waren.
00:48:27: Die Anwesenheit der Kamera und des Drehteams hat ja diese Situation auch verändert.
00:48:34: Ich glaube viele dachten, ach guck mal da wird gedreht und so.
00:48:37: Wer weiß für welchen Film.
00:48:38: die konnten das hier überhaupt nicht einordnen?
00:48:40: So
00:48:40: oft hat man das ja im Alter auch nicht gesehen, dass mal gedreet wurde
00:48:44: ne?
00:48:44: Genau!
00:48:45: Und insofern war dann dieser pure Eindruck der treten Spielen zum Beispiel die beiden am Bahnhof... Das war nicht beeinflusst oder unverfälscht sondern es hatte ihm damit der Gesamtsituation zu tun.
00:49:02: und was ihn auch eintratbar war, dass wir generell auch die Leute geschützt haben.
00:49:10: Das war auch interessant.
00:49:11: also auch bei dieser einen Szene wo Philip B am Ostsee Strand spielt, wo dann kommt Liebe Bürger jetzt spielt gleich Philipp B aus Prenzlauer Berg.
00:49:21: Wir bitten um unsere Werte, dass sie um Entschuldigung für die auftretende Lärmbelastion Dass es dann auch erst keine Beschwerden gab oder auf Leute, die missliebig waren, dass jetzt die D-Fahrt dreht.
00:49:41: Auch dann ist das schon in Ordnung.
00:49:43: Okay, das hat sich rumgesprochen,
00:49:47: dass ihr von der D- Fahre macht?
00:49:48: Ja, da muss man wissen, dass heute mit diesen kleinen Kameras und Unaufwendig, unauffällig.
00:49:56: Aber wir mit unter thirty- fünf Millimeter Technik da fuhr ein Licht LKW mit Wir hatten... Da wurden Scheinwerfer aufgebaut und all so'n Kram.
00:50:08: Das war schon sehr aufwändig Nicht immer!
00:50:10: Wir hatten ja auch Handkameras aber die waren auch riesengroß Und das war schon immer deutlich dass da ne professionelles Filmteam unterwegs ist.
00:50:22: Es gab ja auch im Film die Reaktion von diesem ABV, da das ja auch so ganz toll fand.
00:50:30: Das mal was für die jungen Leute gemacht hat und auch von Eltern waren das wahrscheinlich von den Jugendlichen also von der Altersgestaltung.
00:50:45: Waren das wirklich die Reakktion oder gab es auch Reaktionen, die du rausschneiden musstest?
00:50:51: Nein, wir hatten keine negativen und diese zum Beispiel diese Äußerung.
00:50:58: Hatten genau damit zu tun dass die ihnen das gehört hat bekommt er vom staatlichen DF-Studio Filmstudio und dann hat es ja der Staat sanktioniert.
00:51:09: Der gleiche ABV hätte bei eine andere Situation gesagt, dass die hier so laut sind und wer weiß was das für Leute sind.
00:51:18: Und so finde ich überhaupt nicht gut.
00:51:20: Sie sehen sich schon so schräg den die aus und so... Das war ganz eindeutig!
00:51:26: Ich glaube, das geht auch hervor aus dieser Szene.
00:51:29: dieses überschwenkliche Ist doch in Ordnung, die sollen dich mal austoben.
00:51:33: und derjenige Typ, der gelackte Haare hat, nachdem sieht man das von oben bis unten an, dass er nicht so ein Torhörer an der Typ ist.
00:51:42: Absolut.
00:51:43: Gab's denn mal schwierige Szenen oder Situationen beim Film?
00:51:48: Ja, sicher.
00:51:49: Wo es vielleicht auch brenzlig wurde...
00:51:55: Also ich kann mich jetzt nicht dran erinnern dass es so Auseinandersetzung gab.
00:52:05: also wir waren immer gut mit unserem Protagonisten in meiner Einheit.
00:52:09: also da gab es keine Spannung muss ich sagen.
00:52:13: Und doch, es gab mal eine Szene.
00:52:16: Die sieht man so ein bisschen ist die angedeutet da sind ziemlich zum Ende des Films wo unsere Jugendlichen aus Pankow kommen und dann bei einem Stadtfest auftreten Und so rumschländer mit.
00:52:35: einmal kommt zum Polizist.
00:52:37: Der taucht mal so kurz auf und der hat uns... Haben sie eine Drehgenehmigung oder so?
00:52:43: Man hört den Ton nicht, aber wieder darauf auf und zukommt.
00:52:49: Das war z.B.
00:52:50: so eine Situation die wir aber schnell entkräften konnten.
00:52:54: wo dann?
00:52:55: was drehen Sie denn hier?
00:52:56: das waren Punks, die drehen Punks und da dürfen sie denn das.
00:53:01: Aber wir waren da auch total locker, wir hatten ja Kraft drifft.
00:53:05: Ihr hattet den Rücken ja
00:53:06: frei?
00:53:06: Ja genau!
00:53:08: Man konnte im Film mehr das Ende dabei in Shigori mit erleben.
00:53:12: Wie hat sich das für euch angekündigt?
00:53:16: Hast du das erlebt?
00:53:18: Naja die Geschichte von Shiguri fand ich schon sehr spannend weil diese Fast Schizophrenie, die da auch gerade beim Dirk Zöllner zum Vorschein kommt.
00:53:33: Dass er selber äußert.
00:53:36: also warum hat sich diese Band getrennt aufgelöst?
00:53:39: weil die anderen Kommerz machen wollten und er ist doch derjenige der seine Gedanken und der Widerspruch erzeugen will.
00:53:47: Und Auseinandersetzung, man musste aufbegehren und von ihm kam auch die Anregung zu dem Titel.
00:53:55: Man muss flüstern wenn man flüstert sein will und man muss aber auch schreiben.
00:53:58: wenn man schreiben will.
00:54:00: Dann spielt der dort in diesem furchtbaren... Klub da, Jugendklub im Palast der Republik wo am besten hätten die noch FDJ-Tempten angehabt oder so.
00:54:13: Also das war so eine sterile Atmosphäre und dieser Song auch dem... Das fand ich auch nicht besonders aufmüppig.
00:54:24: also wie der Sprach eigentlich seinem Credo dass er auch ist hat.
00:54:28: Und man sieht es auch diese Szene dann anschließend an, wenn er dort in der Garderobe sitzt und naja wird schon werden.
00:54:37: Also diese Selbstzweifel für diesen Commerz dass sie sich da jetzt auch in diese Profilaufbahnen begeben und dass die sich da auch an solchen Orten ganz anders als Fielding Bay, die an den Strand gegangen sind, dass er sich da dem unterwirft also das war für mich eine wichtige Szene wie dann auch diese sich beugen scheinbar kommerziellen und politischen Notwendigkeiten, um im Profigeschäft anzukommen.
00:55:17: Dass das bei einigen sich da so ausgewirkt hat.
00:55:29: Wir haben ja versucht auch das nicht zu diskreditieren oder zu verurteilen.
00:55:34: Nein, es wird im Film auch nicht deutlich.
00:55:37: Und der Dirk hat dann später auch seinen Weg gemacht.
00:55:41: aber das war so eine Phase wo man merkte okay wenn ich in der DDR professionell Musik machen will davon leben dann haben sich einige bestimmten Dinge angepasst weil sie meinten die kommen dann besser ins Profi geschärft.
00:56:02: Ja, also man kann es natürlich auch erklären.
00:56:07: Er wollte natürlich irgendwie das ist überlebt, dass sein Baby seinen Projekt und ja vielleicht muss man dann an der Stelle auch mal Kompromisse machen.
00:56:17: aber ich fand's ja eigentlich, ich sag mal vom Filmemarischen war es natürlich ein Geschenk so eine Reise mit einer Band zu erleben.
00:56:28: Ich hab mich nämlich gefragt, wie oft hattest du eigentlich Angst?
00:56:30: Dass die sagen... Pass mal auf.
00:56:33: Wir steigen aus dem Film aus weil das ist uns jetzt hier doch ein bisschen zu privat dass wir uns jetzt zoffen und trennen also das ist ja eine sehr intime Sache Das würden nicht viele zulassen glaube ich.
00:56:51: Ja, ich glaub es war so ne Mischung.
00:56:54: Ne Auf der einen Seite wenn Du erstmal anfängst auf dem Protagonist zu werden, dann weißt du ja auch dass du bis zu diesem Stand wirst dir Bestand haben bleiben.
00:57:08: Das war auch klar das die nicht im Nachhinein sagen können jetzt wollen wir ausgeschnitten werden.
00:57:16: Du merkst es auch bei dieser Trennungsgeschichte oder Entwicklungsgeschichte von Chiguri, dass jeder das Bedürfnis hatte sich zu erklären und Wobei sie ja relativ milde vor der Kamera sich äußerten über die anderen, die eigentlichen Auseinandersetzung.
00:57:37: Die haben wir nicht gedreht.
00:57:38: aber man merkte natürlich durch die Reflexion jetzt auch dass es da ganz schön geknirrst hat im Gebelg und diese Zwischen-Töne sind finde ich auch
00:57:53: gut
00:57:53: und das ist ein generelles Problem für Dokumentarfilm, dass du nicht immer wenn solche Dinge passieren auch präsent bist.
00:58:05: Also du bist ja nicht tachernacht dabei und dann passieren Dinge Prozesse, Entwicklungen die du dann im Nachhinein aber nochmal zu der Frage gabs warum haben sie sich da so offenbart wie gesagt weil sie sich irgendwie bleiben wollten oder sich selber die Argumente nochmal selber zurechtgelegt haben und das dann auch gut im Film haben wollten.
00:58:39: Das Schöne ist ja, ich war ja dieses Jahr beim Klassentreffen der Ostmusik – Ich weiß nicht ob du mitkriegst dass es sowas gibt.
00:58:46: Es gab jetzt diesjahr das zweite Jahr.
00:58:48: Das ist ein kleines Festival, an zwei Tagen nach Spielen nur Ostbands und da gibt es dann wieder so Reunions also das Bands zusammenfinden.
00:58:59: Und unter anderem auch Shigori haben da wieder gespielt Und von daher ist es doch auch ein schöner Kreis, der sich da schließt über die Jahre.
00:59:10: Da muss ich ja unbedingt meinen... Ja,
00:59:11: unbedingt!
00:59:12: Wer lebt mich da ein?
00:59:15: Das kann man mit Sicherheit irgendwie arrangieren und vielleicht bringst du noch eine Kamera mit.
00:59:22: Genau aber interessant dass das nicht bis zu dir durchgetrunken
00:59:26: ist in
00:59:26: Europa.
00:59:27: Ah,
00:59:28: also gerade so weit weg.
00:59:31: Super Zilli waren ja, du hast es vorhin auch bestätigt von Anfang an gesetzt.
00:59:37: Damals hab ich das natürlich so jeden Gesprächsfetzen aufgesogen von Tamara und der Band weil ich war großer Silly-Fan.
00:59:46: Und im Nachhinein als ich den Film dann so, ich glaube das erste mal habe ich ihn so zehn Jahre später Ich glaub da gab's dann die DVD Irgendwann, die habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und dann habe ich den film wieder gesehen und da ist mir aufgefallen dass ich Silida in dem Film leider am unlockersten fand, wahrscheinlich auch ein bisschen weil sie am meisten zu verlieren hatten.
01:00:12: Wie war die Zusammenarbeit und ist es dir auch so gegangen?
01:00:17: Ja sicher auf der einen Seite waren Sie schon zufrieden oder ganz glücklich einem Kinofilm, einen ersten KinofILM über Rockmusik in der DDR.
01:00:31: Die, die, wie sagt man Headliner sind und haben da mitgemacht.
01:00:40: aber sie hatten immer auch als Profiband und als Reiseband waren ja auch Reise sogenannte Reiselkader oder so.
01:00:52: Immer die Im Nacken sag ich mal so, dass sie auf der einen Seite wollten Sie glaubwürdig rüberkommen.
01:01:02: Wollten nicht zu angepasst und zu vorsichtig sein Und auf der anderen Seite hatten sie natürlich immer im Kalkül Ja wir wollen natürlich weiterhin unseren Berufsstatus nicht gefährden.
01:01:19: Also das war ja bei diesem gerade bei solchen Bands im Balanceakt, dass man nicht zu sehr aneckt.
01:01:26: Aber authentisch bleibt und da man ich weiß wie das dann zusammengeschnitten wird?
01:01:36: Wie kommen sie denn vor?
01:01:38: Und so war natürlich eine Unsicherheit auch da und eine gewisse Vorsicht.
01:01:48: Da waren natürlich Sandhu oder Philly Batey völlig unbekümmert Und ein Resultat dessen war, als wir dann die erste Vorführung hatten im Studio wo wir dann auch die Bands eingeladen haben.
01:02:04: Da waren die ersten Reaktionen von Tamara da sag mal vielen Besen ja die Stars also das ist ja total kacke so ungefähr.
01:02:16: Die war ja auch so direkt.
01:02:17: Wir kommen wie eine Staatsband darüber und Und da habe ich gesagt, liebe Leute, aber das ist das was ihr uns angeboten habt.
01:02:28: Außerdem haben wir dann auch gestritten und gemacht und getan.
01:02:32: Ich habe dann gesagt, guckt eure Musik an!
01:02:36: Ihr seid ja von der Qualität.
01:02:37: Dessen passt auf die Bühne absolut klasse.
01:02:44: Ich hab noch dieses junge Garde-Konzert.
01:02:47: Habe
01:02:47: ich noch total in Erinnerung?
01:02:51: Ja.
01:02:51: Also war wunderbar?
01:02:55: Nein, aber das ist ganz klar... Da sind ja unterschiedliche Befindlichkeiten.
01:03:04: Es geht ja jedem Menschen so, wenn man gedreht wird und weiß, dass abbildet was man da jetzt preist.
01:03:11: Ist man schon
01:03:11: in einer Rolle, ne?
01:03:13: Ich erinnere mich noch daran, dass Tamara natürlich ein bisschen scherzhaft gesagt hat.
01:03:18: Euer Licht hat da genervt!
01:03:22: Ja, das war eben blöd.
01:03:23: Wir hatten ja dieses Ostmaterial hauptsächlich Filmmaterial.
01:03:28: Das war extrem lichtunempfindlich.
01:03:31: Das heißt wir mussten dann bei Konzerten oftmals enormes Licht aufbauen was normal überhaupt nicht stattfindet und dann haben Irgendwann konnten wir die Scheibenwerfer ausschalten, aber am Anfang des Konzerts ... Ich weiß gar nicht wo es war.
01:03:51: Na Junge
01:03:52: Garde, ein Drehst du?
01:03:53: Nee, das war noch vor alles.
01:03:55: Habt
01:03:56: ihr zwei Konzerte gedreht?
01:03:58: Ja ja... Okay!
01:03:59: Das war mir gar nicht
01:04:00: klar.
01:04:00: Und da einmal was draußen und einmal war's in irgendeiner Halle.
01:04:06: Ich weiß nicht wo.
01:04:08: Naja, und das hat die natürlich genervt.
01:04:12: Du hast ja für dich Erzählung der Geschichte von Silly.
01:04:16: Hast du ja einen Silly-Fan gesucht?
01:04:22: Jana aus Naumburg, mit der ich übrigens damals auch im Kontakt war.
01:04:27: Ich war auch in diesem Haus bei den Großeltern.
01:04:30: Oh!
01:04:30: Ja
01:04:31: und ich weiß auch dass sie mir damals erzählt hat... ...ich glaube ich habe sie besucht.
01:04:37: Das war kurz nachdem ihr gedreht habt und sie hat mir erzählt was ihr da so gemacht habt.
01:04:43: Ich habe mich gefragt, was war das ausschlaggebende Kriterium bei der Auswahl von ihr?
01:04:50: War es, dass sie eben so ein bisschen aussah wie Tamara, also optisch oder war es auch diese Familiengeschichte die du schon wahrscheinlich kanntest.
01:05:02: Ja beides!
01:05:06: Also erst mal genau, sie war so einen richtig ausgesprochenen Teenie-Fan Und wie man sich das so vorstellt.
01:05:15: Tamara war ein Idol, alles hat man ja gesehen.
01:05:19: Ihr ganzes Jugendzimmer war voll geklebt und die Mutter war eben auch Fan also war ja voll.
01:05:27: auf ihrer Seite hat er sehr stark unterstützt.
01:05:29: sie war ja alleinerziehend Und der Großvater als Ex-ABV, das wird nicht ausgesprochen.
01:05:39: Aber der war abschnittsbevollmächtig im Dorf von der Popo.
01:05:45: und da kommt man dieses alte Stalinistische... Denken, wie hat eine Jugend auszusehen.
01:05:56: Und ordentlicher Haarschnitten und so.
01:05:58: Aber es wirbt ... Der
01:05:59: war der Generationen-Clash.
01:06:01: Nee?
01:06:01: So
01:06:01: zu
01:06:02: sehen!
01:06:04: Das ist ja auch zum Schluss, also wie der Großvater da agiert.
01:06:09: Zum Schluss wird er ganz ernst und sagt dann geht was los.
01:06:13: Ich sage ihm seine Tochter, die Mutter von Jana, dann sagst du kannst du auch mal mitkommen.
01:06:19: Du hast gesagt das können wir machen Und dann wird das ernst, aber dann geht was los.
01:06:24: Also man kann sich vorstellen... ...was da früher bei dem Mann im Kopf umherging und ich fand sie vor allen Dingen in ihrer Unbekümmertheit.
01:06:35: die war so ein... Ich weiß nicht wie alt war sie da?
01:06:38: Fünfzehn?
01:06:39: So alt wie ich, ähm, ich würde sagen...
01:06:41: Die waren noch
01:06:42: nicht
01:06:42: sieb?
01:06:42: Ja, nee, die waren noch nie...
01:06:43: Das war noch vor der Lehre ne?
01:06:46: Genau!
01:06:46: Oder es ging gerade los ja?
01:06:47: Ja ja also die war sehr, sag ich mal, unschuldig.
01:06:54: Auch so ein Landei.
01:06:55: Ja, war toll!
01:06:57: Und war ihm aufgeschlossen... Also die Weyer hat sich ja wirklich auch in ihrer ganzen Gefühlswelt... ...war die so zutraulich und insofern eine Identifikationsfigur.
01:07:10: Das beachtet man beim Film dass die Protagonisten auch entsprechend ihre wieder Zielgruppe beziehungsweise ihre dann nach Zuschauerschichten dann auch wiederfinden.
01:07:28: Also das war ganz bewusst dann auch gewählt und waren glücklich, dass sie so in diesem Alter und diese Umbekümmertheit dann auch für eben diese Altersgruppe stand.
01:07:41: Absolut also wir kannten Sie und auch sozusagen dieser harte Kern der Sillyfans.
01:07:46: also da hast du wirklich ins Schwarze getroffen.
01:07:48: Ich muss natürlich ehrlicherweise auch sagen, dass wir ein kleines bisschen neidisch waren.
01:07:54: Dass wir nicht mit dem Film waren.
01:07:57: Aber auch im Nachhinein ist es eine absolut gute Wahl und ich würde sie an dieser Stelle mal grüßen.
01:08:04: Unbedingt!
01:08:05: Ich habe sich das letzte Mal gesehen vor drei Jahren beim Panko-Konzert hier im Kesselhof.
01:08:11: Sie war ja nachher später auch mit einem Musiker?
01:08:14: Ich weiß nicht vom Becher bend liiert... Ich weiß nicht mehr mit wem, aber die hat das verfolgt weiter.
01:08:25: Ihre Liebe zur Ostmusik!
01:08:27: Ja
01:08:28: ich auch.
01:08:28: also bin da in Kontakt mit einigen und wie gesagt sind ja auch einige hier zu Gast und es macht einfach einen großen Spaß weil man eben auch so einen gewissen zwar natürlich mit dem Abstand aber so ein Stück des Weges zusammengegangen
01:08:44: ist.
01:08:45: Na ja, um was wirklich glaube ich auch im Nachhinein, weil du ihre Person, aber generell das nochmal erwähnt hast.
01:08:53: Bisschen zu den nackten Mädchen dort in Hohen Ficheln auf die Jugendlichen wie wir die da, die in Pankow Robert Lemke noch nebenbei gucken und so weiter.
01:09:05: Also was wirklich sehr auffällig ist für uns war es damals selbstverständlich ist diese Offenherzigkeit dieses Vertrauen, also das Vertrauen was sie uns entgegen gemacht haben.
01:09:18: Aber... Das ist ja ein totaler Widerspruch!
01:09:21: Man denkt ja dass es so ein repressiver Staat gewesen wo die Leute druckmäuserisch sind, wo die eigentlich vorsichtig sind, Wo die eher verhalten.
01:09:31: und diese Offenherzigkeit.
01:09:34: Aber natürlich wie du gesagt hast mit dem Label DEFA?
01:09:38: Ja Aber das finde ich heute eines der bemerkenswertesten Aussagen, oder die der Film ein mittransportiert.
01:09:49: Das war für die hatten schon längst glaube ich diese Angst verloren vor diesem repressiven Staat.
01:10:01: Wir hatten auch mehr Gespräche, dass sie gesagt haben wir haben keine Angst wenn wir jetzt von irgendwelchen Leuten kritisiert werden oder weiß ich was.
01:10:19: Das war für mich sehr interessant und das ist wiederum auch, glaube ich aus heutiger Betrachtung, wenn wir über die Geschichte Ostdeutschans der DDR reden, über die Lebensgeschichten dass es eben nicht nur eine verstaubte auch graue, die Häuser waren grau.
01:10:43: Aber die Menschen waren nicht grau und schon gar nicht im Herzen.
01:10:51: Irgendwann war der Film dann im Kasten?
01:10:53: Und dann gab's die ersten Abnahmen.
01:10:56: Musstest du was schneiden?
01:10:58: Erst mal sozusagen von deinen Auftraggebern oder auch seitens der Band?
01:11:07: Naja, wie gesagt mit dem Burns war es eben so dass die dann Silly hätte.
01:11:15: ich weiß nicht ob sie da wirklich rechtlich was machen könnte.
01:11:20: Aber das war die einzige Band die mit sich sage mal so nicht ganz zufrieden war.
01:11:25: also das stimmt auch nicht.
01:11:27: Tamara hatte das so geschickt dass sie im Gegensatz zu den anderen nicht so locker darüber kommen und so Männer da in der Gruppe, die waren irgendwie souveräne.
01:11:41: Aber ansonsten gab es von den Bands kein Widerspruch.
01:11:47: und wie gesagt es gab dann eine heftige Diskussion schon im Studio und es gab eine Szene und zwar ein Foto.
01:11:59: also da ist in dieser Szene, wo die Jugendlichen da zusammensitzen.
01:12:06: Einem zu Hause im Hintergrund spielt Robert Lemke ein weiteres Beruferraten und da zeigen diese Fotos.
01:12:17: Da gab es einen Foto, wo sie so nachgestellt haben, wenn sie von dem Polizei Ausweiscontrolle und da haben sich an die Wand gestellt wie Leute erschossen werden Und das war nicht so, also dieses Prozedere war nicht dass sie sich da so... und dann hat der Studiodirektor gesagt, liebe Freunde.
01:12:44: Also wenn das nicht der Wahrheit entspricht aber das so... Da tut ihr euch und den Leuten keinen Gefallen!
01:12:51: Und die Aussage, also was Sie erzählt haben ist drin geblieben?
01:12:57: Das war tatsächlich ein Schnitt den Jochen und ich dann zugelassen haben.
01:13:02: Also wir haben gesagt, da gibt es keinen Schnitt, sondern wir haben das Bild weggelassen wirklich zu Gunsten der Aussage der Leute.
01:13:11: aber das war das einzige dass wir ein Foto rausgenommen haben weil uns die Szene zu wichtig war Aber nicht in den
01:13:19: Halt.
01:13:21: Und dann gab's die Premiere In Berlin.
01:13:24: Ich hab gelesen, ich weiß nicht ob es stimmt Weil es war auch wieder Wikipedia.
01:13:30: Bei der Premiere wurden irgendwelche Spruchbänder abgerissen, du nix schon.
01:13:36: Mit Zitaten die im
01:13:37: Film
01:13:38: vorgekommen sind!
01:13:40: Was hast Du da mit gekriegt an dem Abend oder Tag?
01:13:44: Das haben wir alles vorbereitet und unter anderem war die Vorbereitungsgruppe Feeling B Und die haben natürlich ihre Heimstadt und ich weiß gar nicht, wer da noch mitgemacht hat.
01:14:01: Und da genau waren dann diese Sprüche unter dem Pflaster, da liegt der Strand, komm auch reiß auf du ein paar Steine aus dem Sand oder naja also ein paar von diesen Sprüchen und die wirken aus dem Zusammenhang gerissen natürlich recht provokativ.
01:14:25: Und die VP dort im Prenzlau Berge, am zuständigen Bezirk.
01:14:30: Die waren da nicht so vorbereitet also mit einmal hing draußen.
01:14:35: Also hier im Colosseum hingen mit einmal diese Dinger drin auch und es gab ja keinen direkten Draht zu irgendwelchen Ministerien oder so.
01:14:46: Die kriegten dann schon mit dafür ein Film gezeigt von der DEFA aber draußen diese Bänder und dann sind sie tatsächlich los und haben dann diese Spruchbände erst mal konfisiert.
01:15:00: An dem Abend gab es so einen riesen schönen Klamauk, die Leute, die Fans, die freuten sich natürlich dass das so ein Aufruhr... Heute
01:15:09: wäre das der Skandal den man bräuchte um ein Film berühmt zu machen?
01:15:13: Das war aber auch so, das Ergebnis, die haben uns natürlich unheimlich geholfen.
01:15:18: Es ging dann die Legende rum oder sofort, die Botschaft.
01:15:23: Der Film wird verboten und alle strömten nun natürlich weiter ins Kino.
01:15:31: und der Film, ich glaube er lief da vier Wochen ausverkauft also im Colosseum weil alle erwarteten dass er irgendwann jetzt verboten wird Weil die Polizei da schon unterwegs war.
01:15:43: Also, sie haben uns einen großen Gefallen getragen.
01:15:45: Und es war ja ein Kassenschlager?
01:15:46: Stimmt das?
01:15:47: zwei Millionen haben den im Kino gesehen?
01:15:49: Nein, nein, man redet nicht.
01:15:52: Man hat ungefähr ne Million.
01:15:53: Okay!
01:15:54: Aber das waren ja zu DDR-Zeiten unglaublich.
01:15:57: Jaflüssen... ...den
01:15:57: Dokumentarfilm.
01:15:58: Das war unvorstellbar und interessant ist, es gab dann später eine Untersuchung der Filmhochschule in den neunzehren Jahren glaube ich Ende der Neunziger, wo sie die gesamte deutschen Dokumentarfilme untersucht haben und bis zu Boana Vista Social Club von Bim Wenders war das der erfolgreichste deutsche Dokumentarpilm nach Kriegsgeschichte.
01:16:28: Glückwunsch dazu!
01:16:30: Und du bist ja auch mit dem Film habe ich gelesen international unterwegs gewesen.
01:16:35: also das war noch zur DDR-Zeiten.
01:16:37: Wo bist du da hingekommen und was gab es dort für so Reaktionen?
01:16:42: Naja, der Film wurde ja dann in Leipzig gezeigt.
01:16:47: Ende Echtundachtzig, er kam ja echtenachtzig ins Kino.
01:16:51: Und lief in Leibzig, dokumentarfilmwochen Leipzig... ...und da wurde er entdeckt von den Grägers.
01:17:00: das waren die verantwortlichen Programme vom neuen Forum der Berlinale.
01:17:09: Und da wurde er also zu Berlinale eingeladen, noch vor der Wende vorm Mauerfall Anfang ... ... neunundachtzig.
01:17:19: Ja.
01:17:19: Sondern
01:17:20: am Februar?
01:17:22: Genau!
01:17:22: Ich bekam auch eine Ausreise, also Reisegenehmigung und da lief der dann auf die Berlinale und ich werde das nicht vergessen.
01:17:33: Nein, das war nicht im Delphi.
01:17:34: Da waren die Gänge sogar, durften eigentlich gar nichts.
01:17:39: Da saßen die Leute, irgendwie siebenhundert Leute und dem blieb auch der Mund offen stehen.
01:17:46: also das war ein toller Erfolg sag ich mal.
01:17:50: dann auf der Berlinale.
01:17:55: Ja, ansonsten lief der... also wir sind im Ungarn gewesen.
01:18:01: Wir liefen selbst in der Ukraine.
01:18:04: Wir waren eingeladen gewesen.
01:18:06: Also viel sozialistischen Ausland hauptsächlich.
01:18:10: gerade ist ja das wo es auch für die dortigen interessant war.
01:18:17: und dann kam aber die Wende muss ich mal sagen und dann war das relativ vorbei.
01:18:25: Erstmal, weil natürlich am Auffall alles übertüncht hat.
01:18:31: Eines schönes Bonn-Mo als der in Leipzig lief kam sind immer Programme vom ARD und ZDF gewesen.
01:18:43: Und der Film wurde tatsächlich angekauft meines Erachtens von einer ARD.
01:18:49: Einige überhaupt ein ZD F aber ich meine es war das ARD Und die haben den wirklich zur Haupttendezeit um zwanzig Uhr fünfzehn im Westfernsehen gezeigt, vor dem Mauerfall.
01:19:02: Was war das Ergebnis als das bekannt wurde?
01:19:05: Dass das Ostfernsehen, den dann noch ein paar Tage vorher im Ostfernsehen gezeigt hat und da war also schon das ganze Chaos mal sichtbar!
01:19:20: Dass das nicht gestoppt wurde, dass dieser Film in besten Verkauf wurde.
01:19:24: Der hat zweieinhalbfünfzigtausend D-Mark gebracht.
01:19:27: also das war den wichtiger als der politische Skandal und es ging schon ziemlich wild durcheinander.
01:19:37: Du hast
01:19:37: nach der politischen Wende die kulturelle Filmförderung und das Landesfilmzentrum Mettlenburg-Vorpommern mit aufgebaut Fast ab zwanzig, auch Co-Leiter der staatlichen Filmförderung Mecklenburg-Vorpammern
01:19:53: und hast in den... Nein das stimmt nicht.
01:19:55: Dann ist das eine Fehlinformation?
01:19:57: Genau die müssen wir mal revilieren.
01:19:59: Nee ich fahre an der Jury wahrscheinlich kommt das dann her.
01:20:02: also ich habe diese Filmpörderung.
01:20:05: da sind aufgebaut, das stimmt.
01:20:07: Wir haben ja nach der Wende die Bundesländerhoheit gehabt für Kultur auch für Film und da haben wir im Mac-Pom wo ich herkomme gesagt klein aber fein!
01:20:16: Wir machen eine schöne Filmproduktion auf.
01:20:20: Nachdem ja die staatlichen Studios aufgelöst wurden gab es ja mit einmal keine Struktur und wir wurden entlassen.
01:20:29: Und eh man sich gerappelt hat und dass da die Leute vorher Film gemacht haben, begriffen haben sie müssen das selber organisieren.
01:20:38: Sie müssen Produzenten werden, die müssen Geld akquirieren und so weiter.
01:20:43: Es hat ja gedauert und viele haben es auch nicht geschafft.
01:20:45: und da haben wir mitgeholfen über eine Filmförderung, sage ich mal diese Geist dieses guten Deferdokumentarfilms da rüber zu retten.
01:20:56: Und die letzten Jahre hast du dich auch wieder gewidmet, selber Dokumentarfilme zu drehen.
01:21:05: und jetzt kommt ein ganz besonderer Film raus.
01:21:09: Ich habe den schon sehen dürfen der heißt Garten der Hoffnung oder in
01:21:13: Englisch
01:21:14: Garten auf HOPE.
01:21:17: Am besten erzählst Du erst mal selber worum es in diesem film geht.
01:21:22: Ja wenn Du das im allerkürze erzielen müsstest.
01:21:27: Naja, es geht wieder um ein schönes ostdeutsches Thema.
01:21:30: Nämlich um eine Plattenbausiedlung in Schwerin.
01:21:34: Es gibt ja viele dieser Satellitenstädte.
01:21:37: Schwerinen hat auch so ein großes Gebiet.
01:21:40: Großer Dreh nennt sich das wo zur Ostzeit ich glaube vierzigfünfzigtausend Menschen gelebt haben heute sind's glaub ich noch fünfundzwanzig tausend und wo sehr viele sage mal DDR-Bürger immer noch alte konzentriert sind.
01:21:59: Aber mittlerweile auch, sage ich mal schwache, als Einkommensschwache gestandete die aus mit Migrationshintergrund.
01:22:09: also es geht immer um billige Wohnen und da hat man jetzt eine Gemengelage wo eben die guten alten Aussies, die auch wirklich Geschichte haben Zusammentreffen mit Syrern, mit Ukrainern und Afghanen.
01:22:29: Also mit Leuten die auch sag ich mal schwach sind.
01:22:33: Die jetzt nicht unbedingt sind, die sich hier sehr schnell Arbeit besorgen usw.
01:22:39: Auch
01:22:39: da
01:22:40: alte Menschen?
01:22:42: Und mir ging es... Und da gab es eine Idee, das gilt als soziale Hotspot mit viel Altersarmut, viel Alterseinsamkeit.
01:22:52: Mit großen Migrationskonflikten sag ich mal auch und mir ging's darum dass man dahin schaut... nicht mit dem Aspekt, naja wir müssen die alimentieren und ich habe immer den Eindruck dass Menschen die Politik vor allem aus westlicher Perspektive, na ja die müssen wir versorgen.
01:23:16: Diesen Bedürftig und irgendwie müssen wir die mit durchschleppen, so eine Meakin's Town zu schauen da wo wirklich jetzt am Rande also auch unser Wohlstand Start ist Leute sind die auch wirklich ein Leben lang gearbeitet haben, wie fühlen sie sich?
01:23:35: Und mit dieser Gemängelage eben von Leuten, die ebenfalls gestandet sind.
01:23:43: Oftmals auch ältere aber nicht nur wir haben auch eine tolle Künstlerin aus der Ukraine.
01:23:48: also es ist ein wunderbares Zusammenspiel fünf Nationen und da ist so ne simple Idee aufgekommen dass man In solcher Platten, KRE, dass man dort einen ehemaligen Wärschenplatz, da gibt es ja so eine große Inhilfe und eine Hauswirke.
01:24:08: Also eine Hälfte wurde weggesprengt ist auch offen ein Nachbarschaftskarten, ein Gemeinschaftskart zu bauen anzubieten die Bedingungen zu schaffen Und mal sehen, was die Leute machen wenn sie ein Stückchen Garten bekommen.
01:24:30: Jeder so kleine Stück ohne Zäune, die sonst einsam sind in ihrem Wohnung auch gewisse Tristesse glaube ich empfinden.
01:24:41: und das haben wir einfach jetzt mal zwei Jahre beobachtet.
01:24:46: und das Erstaunliche ist für mich gewesen oder der Anlass, ich bin dann ja später erst reingekommen als er schon in Entwicklung war.
01:24:57: Dass wir dort einen Ort gefunden haben wo man meint da ist viel... Frustration, da ist politische Frustation.
01:25:06: Da ist auch Frustations wegen nicht an Erkennung von Lebensleistungen.
01:25:11: Also Frau Müller zum Beispiel aus der DDR, die vom Balkon ihre schöne Geschichte erzählt oder der Manfred, der allein jetzt wird, war es und vor mann achtzig Jahre wurde denks diesen frustriert.
01:25:25: und dass ich da so viel gute Gute Laune, aber auch Offenheit.
01:25:36: Jetzt kommen wir auf Lüster und Schreien.
01:25:39: Nun auch wenn sie nicht das Klientel waren.
01:25:41: Aber Offenherzigkeit.
01:25:43: Und diese OffenHerzigkeit dazu führt ... dass Sie mit Leuten in Kontakt kommen, mit denen Sie nicht reden können zum Beispiel, weil die Sprache bei ihr da ist, aber mit Händen und Wüsen um.
01:25:54: mit einmal entsteht ein fast utopisches ... sage ich mal Bild, das ist fast wie so Garten Eden hätte ich es bei einer genannt oder dass Menschen völlig unterschiedlicher herkommt.
01:26:09: Unterschiedliche Geschichte mit einmal dadurch, dass sie ein Stückchen Erde bekommen, dass die Gemeinschaft bekommen einen guten Platz finden, friedvolles, was zufriedenes ausstrahlen.
01:26:30: Was herzlich ist wo Nähe entsteht und das hat mich total und nicht jammer tun oder so Humor erlebt.
01:26:39: Keine Jammer aussen!
01:26:41: Eine Klugheit, also die eine Protagonistin, die im Kinderheim groß geworden ist mit siebzehn Jahren Kind gekriegt hat was gestorben ist.
01:26:49: Schwer ergoelabhängig war ihr Mann droge ab dass die dich ausgerappelt haben.
01:26:55: und jetzt wirklich optimistisch und das Erstaunliche die Geschichte erzähle ich immer gerne.
01:27:04: Der Kameramann, der dort in diesem Gebiet viele Projekte auch schon ohne Filme gemacht hat.
01:27:12: Er hat gesagt wenn du mal in die Zukunft schauen willst also wo Zukunft herrscht oder wohnt dann geht auf einen großen Dreh.
01:27:20: und ich habe gesagt wie kommst du darauf?
01:27:22: Er sagt ja diese Leute haben noch ein Optimismus weil sie haben weniger zu verlieren.
01:27:29: Also wir haben jetzt die Situation dass gerade der Mittelstand Die noch Begüterten haben ja alle im Augenblick Angst, dass ihr Wohlstand und ihr bisheriges Dasein durch die Krisen erschüttert wird oder empfahregestellt wird.
01:27:47: Diese Leute dort, die haben weniger zu verlieren.
01:27:51: Und...
01:27:52: Du meinst dadurch haben sie mehr einen Talent zum Glücklichsein?
01:27:56: Ja genau!
01:27:57: Die haben weniger zur Verlierung und sie haben sich gefunden dort.
01:28:01: also deswegen heißt das Garten der Hoffnung Weil die Hoffnung bezogen haben durch Gemeinschaft und das ist für mich absolut, also wie ein politischer Film.
01:28:14: Ich finde ihn wirklich auch sehr als eine politische Einmischung dass man darüber nachdenkt, was ist ein gutes Leben zum Beispiel?
01:28:27: Dass alle irgendwie ihre Einfamilienhäuser haben wollen und weiß ich was.
01:28:30: Und dann dafür kümmern vom Fernseher oder in ihrer Isolation also... ...und sich freuen auf irgendwelche Urlaube wo sie auch wieder irgendwie... Sondern da findet man Gemeinschaft!
01:28:43: Da findet man eine Form von Humor.
01:28:47: auch das fand ich ja auch schön.
01:28:49: und dass da meines Erachtens ein Bild entsteht oder so zumindest finde ich ist es ein Angebot darüber zu diskutieren, wo man mit weniger Material auch glaube ich als Gesellschaft und als Menschen ein gutes Leben führen kann indem wir auf Dinge materielle Dinge verzichten aber ideale und emotionale gewinnen.
01:29:17: Und du kannst dich ja nun nicht selbst loben das muss mache ich jetzt.
01:29:23: Also wie bei Flüssen und Schreien.
01:29:24: Bei dir geht es ja um Menschen, um die kennenzulernen.
01:29:27: Und ich finde einfach ... Man ist in so einem Mikrokosmos und man lernt ja so viele unterschiedliche Geschichten kennen.
01:29:37: Ich sag mal, die NS-Zeit spielt da noch eine Rolle.
01:29:39: Die DDR!
01:29:41: Und ihre Nachwähnen, Migrationen und Flucht?
01:29:44: Und auch Sucht und Verluste?
01:29:46: Alles das sozusagen im totaler Mikrocosmus der Gesellschaft.
01:29:52: Jetzt habe ich mich noch gefragt, man macht ja so einen Film auch um eine gewisse Botschaft zu transportieren?
01:30:00: Du hast schon angedeutet also drüber nachzudenken was braucht man und was noch?
01:30:09: Genau!
01:30:10: Also wie gesagt, ich beschäftige mich generell.
01:30:15: im Augenblick treibt mich rum wie wahrscheinlich einigen es so geht dass ich das Gefühl habe, wahrscheinlich auch für vielen Ostdeutschen.
01:30:24: Wir haben ja schon einmal das erlebt, dass ein System untergeht aber die Menschen gehen nicht unter.
01:30:29: Das Lügen geht weiter und ich glaube die Wessis haben natürlich viel mehr Angst.
01:30:35: also wenn das System und das jetzbestehende angegriffen ist oder in Frage gestellt wird, dass dann die Welt zusammen bricht.
01:30:47: Und ich habe das Gefühl, dass ich ähnlich Verfallserscheinungen empfinde.
01:30:55: Dass dieser Kapitalismus oder auch schon lange ja für mich auch keine soziale Marktwirtschaft mehr hat.
01:31:05: also sag ich mal dieses Wachstums abhängige Modell mit seinem Produktions- und Konsumzwang nicht das Ende der Geschichte ist, sondern wir natürlich nach Entwürfen unbedingt suchen müssen wie eine alternative Gesellschaft.
01:31:25: Ich sag mal, die Arbeits- und Lebensform entsteht, die zukunftstauglich, also enkeltauglich ist sage ich immer, ne?
01:31:30: Ich habe selber Enkele... Da müssen wir uns diese Diskussion stellen!
01:31:35: Und das treibt mich um und insofern mag es nicht glauben, dass dieser Film den wir da gemacht haben Garten der Hoffnung.
01:31:44: Ein Ansatz, wo man schauen kann dass die Leute auch gute Laune haben.
01:31:51: Die haben viel weniger als die meisten Bürger.
01:31:54: Die teilen einfach Dinge.
01:31:57: Die sind miteinander erzählen sich Geschichten, die haben Humor und das... Wie helfen sie?
01:32:04: Das ist eine Form von Gemeinschaftsgarten Wo man viel lernen kann und in viele Aussicht Von den Aussies lernen.
01:32:13: heißt sie vielleicht
01:32:15: ... Resilenz zu lernen.
01:32:17: Zum Beispiel, ne?
01:32:18: Und ich glaube so bescheiden wie man natürlich einen Beitrag nur leisten kann mit einem Film aber für mich ist es wirklich ein Film der auch mithilft über den Rand unseres bestehenden Systems sag ich mal hinauszudenken.
01:32:37: und wir suchen immer noch Filmparten sag Ja
01:32:40: klar, da rufen wir gleich mal zu
01:32:41: auf.
01:32:42: Vielleicht hört's ja jemand?
01:32:43: Bei
01:32:43: der Garten genau dieser Garten und das was wir da kreieren wollen nämlich dass es viele weitere gehen soll.
01:32:49: dort wollen wir eine Stiftung gründen.
01:32:51: also der Film hat einen ganz konkreten Ordnungssinn dass wir sagen weil das wirklich ein tolles Projekt ist was erfolgreich ist aber ein Modellprojekt was nicht weiter finanziert wird, so wie das so oft ist.
01:33:06: Man fängt etwas an dann hat es bestanden oder es hat geklappt und er sagt eine Dauerforderung gibt's aber nicht.
01:33:14: Und das ruft natürlich wahnsinnig Enttäuschungen hervor, nicht nur dort glaube ich.
01:33:20: Wir sind die Flucht nach vorne angetreten haben gesagt mit den Filmen auch mit den Leuten im Hintergrund dass wir jetzt er multiplizieren wollen, also mit so einer Stiftung ein ganzes Quartier dort in dieser Plattenbau-Siedlung.
01:33:37: Mit zehn, zwölf weiteren Gärten jetzt umwandeln wollen und da ziehen wir los!
01:33:44: Und ich hoffe dass unser Film auch mit Werbung machen kann und wir werden noch Spendengelder eintreiben.
01:33:51: Ja und zum Schluss muss sich natürlich noch die Frage stellen... In zwei Jahren ist es rürzigjährige Jubiläum von Flüstern und Schreien.
01:34:02: Ein Film mit den Protagonisten vom ersten Film wäre hochinteressant.
01:34:06: Was denkst du darüber?
01:34:09: Ja, das finde ich auch.
01:34:13: Das ist eine sehr interessante Frage weil ich sehr oft angesprochen wurde da noch im Prinzip ein drittenteil zu drehen und ich habe aber gemerkt, dass gerade was Rammstein betrifft.
01:34:29: Weil die Rammsteiner sind natürlich sehr interessant, dass sie auch in den Jahren davor, wo immer das ein Thema war, eigentlich auf einem anderen Trip waren.
01:34:40: Also die wollten nicht so viel bei meinem Gefühl mit DDR-Verrangenheit im Zusammenhang gebracht werden, sondern es ist eine Weltband geworden.
01:34:49: da ging's ja nicht um kleine Geschichten aus dem ehemaligen Osten.
01:34:55: Heute sehen das vielleicht anders?
01:34:57: Absolut, also ich meine wie gesagt Flagge war letztes Jahr hier
01:35:01: und hat hier
01:35:02: ausführlich... Wir haben ausführliches darüber gesprochen.
01:35:05: Genau!
01:35:06: Und ich glaube es kann sein, das hängt natürlich mit der Entwicklung der Band zusammen aber ohne Rammstein macht's keinen Sinn und dass die Zeit kommen und reifen muss, dass sie sagen wir finden auch unsere Geschichte, unsere Vergangenheit auf zu Ostzeiten so wichtig, dass wir diesen Bogen dann auch schlagen.
01:35:30: Aber ich bin jetzt nicht derjenige, der da versucht das aktiv anzubieten und es muss von ihnen gewollt
01:35:42: sein.".
01:35:43: Dann ist das ja hiermit auch ein gewisser Shout-out wie man so schön sagt?
01:35:50: Ich habe zum Schluss ja immer Fragen, die ich allen Gästen stelle und natürlich dir auch.
01:35:56: Was ist dein Song zur Mauerfall?
01:36:00: Für mich gibt es kein Song zur Mauerfall.
01:36:02: Ich fand das so furchtbar!
01:36:04: Also von hier David Heselhoch und so... also ich fand er so fuchbar oder?
01:36:11: Im
01:36:11: Skorbjens.
01:36:12: Das
01:36:13: Pfeifen Wind of Change.
01:36:14: Ja wobei der war ja davor.
01:36:16: Ja, aber... Du meinst jetzt im Sinne auch diese Wände?
01:36:24: Ich war ja auch dann im Jahr darauf, ich glaube das war ich in Amerika auf so einer Reise, eine Studienreise komischerweise und da wurde ich oft gefragt wie ich diesen Mauerfall erlebt habe.
01:36:39: Und erste Frage warst du beim Pink Floyd Konzert und bei David Heselhof deren Wahrnehmung,
01:36:46: ne?
01:36:46: Na ich würde mal sagen David Heselhoff hat in Amerika verkauft dass er die Mauer zum Einsturz gebracht hat.
01:36:53: Richtig!
01:36:53: Da war ich so abgetönt.
01:36:55: Ja es war schrecklich.
01:36:56: Nein insofern habe ich ja eine Mauer Song.
01:36:58: Ok.
01:36:59: So welche DDR-Band bist du zuletzt?
01:37:00: Ach
01:37:01: so aber das hat nichts mit dem Mauer-Song zu tun.
01:37:05: natürlich Born In The GDR von Sando Das fand ich nicht doch mit Mauerfall schon.
01:37:12: Ja, für mich ist das mein Song zum Mauerfall.
01:37:14: Absolut ja!
01:37:16: Zu welcher DDR-Band bist du zuletzt zum Konzert
01:37:19: gegangen?
01:37:21: Da muss ich tief nachdenken.
01:37:26: also ich glaube dass war tatsächlich eine Band aus der Nähe von Schwerin, die hießen mal früher Berlok oder so.
01:37:42: Hallo Erde hier ist einfach?
01:37:44: Die gibt es ja schon lange nicht mehr.
01:37:46: aber das Interessante ist dass dann so einzelne Musiker die können es ja nicht lassen.
01:37:51: Die machen dann so kleinere und spielen dann auf Dorfgruppen und so und das war so eine alte Bade
01:37:58: Und es hat Spaß gemacht?
01:38:00: Ja, natürlich.
01:38:01: Komischerweise früher war Ostmusik eben nicht so wichtig.
01:38:08: Heute ist das ein Ausdruck in unserem Lebensgefühl.
01:38:12: Wunderbar!
01:38:13: Also Berlok war nicht so mein Ding, aber
01:38:17: es
01:38:17: waren ja die Rocker von der Küste.
01:38:19: Ich bin auch nicht deswegen hingegangen, sondern also die Fragmente von denen machten da die Dorfbespielung.
01:38:27: Was ist der beste Film über die DDR?
01:38:31: Naja ich behaupte Flüstern und Schreien.
01:38:34: Ich habe nichts anderes erwartet!
01:38:38: Es gibt sicherlich auch andere wichtige Filme.
01:38:41: auf jeden Fall Ich glaube, man muss auch ein Selbstbewusstsein haben.
01:38:46: Also wir haben da einen sehr wichtigen Film gemacht und...
01:38:49: Absolut unbestritten!
01:38:50: Das lassen mal so stehen.
01:38:52: Welche Platte hast du für dein erstes Westgeld
01:38:56: gegeben?
01:38:57: Interessanterweise habe ich mir gekauft die Purple in Rock aber das fand ich wie man vermuten könnte nach der Mauer weil ich eben als Seemann wie schon berichtet Ich bin ja zu sehr gefahren, das war die Zeit.
01:39:18: Und da habe ich von meinem mühsam zusammengesparten oder geschmuggeltem Bestgeld, habe ich mir diese Platte par totale Die Purple Fan.
01:39:28: Die Purple & Rack!
01:39:31: Zum Schluss die Frage nach deinen drei Top DDR-Songs?
01:39:36: Das fällt mir richtig schwer... Weil ich bin ja auf der einen Seite immer so ein Sentimentalist gewesen.
01:39:44: Also zum Beispiel von Karat, da werden viele total staunen.
01:39:48: Ich so die Punk-Szenen auch mit... Aber da gab es ein Song, ich glaube er heißt Abends, Abendstunde oder so.
01:39:59: Also Herbert Reilich komponiert und das ist ein ganz stilles Lied.
01:40:06: Dann fand ich rempft, fand ich gut.
01:40:11: Also hier von César wer die Rose errt das ist für mich einer der DDR Song Beispiele was wir auch für musikalische aber auch politische Qualität gebracht haben.
01:40:27: also da hat sie aus den zwang deutsch zu schreiben und auch sag ich mal nicht ganz so politisch.
01:40:37: Wo sind da, finde ich sehr schöne lyrische poetische Songtexte entstanden aber auch Lieder.
01:40:45: Und was ich zum Beispiel auch toll fand das war einer der ersten von Beronika Fischer als er johre glaube siebzehn Jahre alt dabei bei Panterei gab.
01:40:56: es gibt's einen Song der heißt Nachts glaub ich.
01:41:01: Eine gute Inspirationen kenne ich nicht?
01:41:03: Aber
01:41:04: da werde ich mal rein
01:41:04: hören.
01:41:06: Also, ja ich hab auch Wind mochtig aus gehabt.
01:41:10: Sicherlich noch ganz viele andere Aber das war meine sentimentale Neigung.
01:41:17: Dieter Ich weiß noch als ich meinen Podcast angefangen habe vor über zwei Jahren Da habe ich gedacht Mein Gott der Dieter Schumann, den möchte ich gerne mal Löcher in den Bauch fragen Siehst du mal.
01:41:29: und heute haben wir es einfach gemacht.
01:41:31: Ganz herzlichen Dank dass Du hier
01:41:33: warst.
01:41:34: Ja, ich bedanke mich für die kleine Zeitreise.
01:41:40: Die der Schumans Kinofilm Garten der Hoffnung kommt übrigens voraussichtlich im Februar deutschlandweit in die Kinos.
01:41:49: Wen wollt ihr noch ausflüstern und schreien bei mir hören?
01:41:52: Schreibt es mir bei Instagram oder Facebook
01:41:54: in die Kommentare!
01:41:56: Und vergesst bitte nicht meinen Kanal dort zu abonnieren wo ihr hört.
01:42:00: Bis zur nächsten Folge.
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